Privater Kunstblog zum Thema:

Künstlerisches Handeln in Zeiten globaler Umbrüche


Die Welt von heute scheint aus den Fugen geraten. Sie ist durch große Unsicherheit, Unübersichtlichkeit und Fragilität, Krieg und Flucht, Terror und Gewalt geprägt. Damit ist die Entwicklung unserer zukünftigen Lebenswelten wieder zu einem bedeutsamen Schwerpunkt in der Kunst geworden. Auch die Erkenntnisse und Prognosen der Techniksoziologie und der Zukunftsphilosophie werden zunehmend als Gegenstand der Kunst entdeckt. Die bildende Kunst, das Theater, die Literatur und der Film reagieren darauf auf unterschiedliche Art und Weise. Mich beschäftigt die Frage, wie kann sich der Künstler, der ja Teil dieser Entwicklungen ist, den sich daraus ergebenden existentiellen Herausforderungen sinnvoll nähern? In diesem Zusammenhang möchte ich meine Bilder aus der Zeit um 5 nach 12 in lockerer Folge vorstellen. Texte zu den globalen Auswirkungen des westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems ergänzen diese bildlichen Darstellungen. Über Reaktionen von Künstlern, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen, würde ich mich freuen.


SpotLights Berlin

Sonntag, 3. Januar 2021

Wir begrüßen das 21. Jahrhundert!

 ZeitBild | Nr.5


Wir begrüßen das 21. Jahrhundert!

ZeitBild | Nr.5
Fred Tille | 90x120cm
Mischtechnik auf Lwd. | 2001


Von The Decade From Hell zur globalen Corona-Pandemie


2021. Der Beginn des 21. Jahres im 21. Jahrhundert. Anlass für mich mein Bild Wir begrüßen das 21. Jahrhundert! vorzustellen.

Das TIME Magazin beschreibt Ende 2009 das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts mit The Decade From Hell. (1) Als Beispiele werden der Anschlag auf das World Trade Center am 11.09.2001, die Kriege in Afghanistan und im Irak und die globalen Auswirkungen der Pleite der Lehmann-Brothers angeführt. Zwischenzeitlich haben wir die Atomkatastrophe von Fukushima, die Zunahme der Umweltzerstörung und die Auswirkungen des Klimawandels erlebt. 

Den Beginn der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts nahmen Anfang des Jahres 2020 viele Medien, Autoren und Wissenschaftler zum Anlass, um mehr oder weniger fundierte Prognosen für die Zeit bis 2030 zu stellen. Würde es eine Dekade des Umbruchs werden? Gemeinsam war allen Einschätzungen, dass die Veränderungen im kommenden Jahrzehnt die Welt wohl stärker verändern werden als je zuvor. Einige Trends ließen sich durch Prolongierung der Gegenwart relativ sicher vorhersehen, andere nur erahnen.

Was wohl keiner vorausahnen konnte: 2020 war das Jahr der Pandemie. Es war das Jahr, in dem in den USA ein Präsident abgewählt wurde, der die Werte der westlichen Demokratie auf eine harte Probe gestellt hatte. Es war das Jahr, in dem die Klimakatastrophe näher rückte und in dem die Weltgemeinschaft mehr denn je in Interessengruppen aufgespalten war und es nicht schaffte, eine gemeinsame Linie zu finden. Weltweit war der Nationalismus auf dem Vormarsch und mit ihm Populismus und Autokratie.


So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen!


Ein einziger Lichtblick ist zu erkennen. Die Fridays for Future Bewegung als Widerstand der jungen Generation gegen die fortschreitenden selbstzerstörerischen Entwicklungen der Gegenwart. Sie fordert von der Politik die Bewältigung der Klimakrise als Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts zu betrachten und entsprechend zu handeln. Man braucht kein Anhänger derjenigen zu sein, die glauben morgen würde die Welt untergehen, um festzustellen: Es steht nicht gut um die Zukunft unseres Planeten.  

Und dann legte sich weltweit über dieses ohnehin düstere Szenario der lange Schatten der Pandemie. Aber über diesen Schatten legt sich Anfang 2021 doch der Hoffnungsschimmer die Pandemie besiegen zu können.


Bilder aus der Zeit um 5 nach 12


Von den erwähnten zukunftsbedrohenden Tendenzen lassen sich natürlich auch Künstler beeinflussen; vor allem diejenigen, die in ihr Werk gesellschaftspolitische Positionen miteinbeziehen.  

Zeitgenössische Künstler wie z.B. Santiago Sierra (No, Global Tour), Michelangelo Pistoletto (Arte Povera) und Helmut Schweizer ( Zu Deutschlandschaft 2) (2) spiegeln in ihren Werken zerstückelte, zerbrochene, zerstörte Welten wieder. 

Auch mich interessiert die Frage, wie kann sich der Künstler, der ja Teil dieser Entwicklungen ist, diesen existentiellen Herausforderungen sinnvoll nähern? Hierzu möchte ich euch die Lektüre meines Posts Vorher, Dabei, Nachher empfehlen.

Das Bild Wir begrüßen das 21. Jahrhundert! habe ich 2001 gemalt. Sicherlich gingen in die gestalterische Mischung auch damalige Elemente des gesellschaftlicher Zeitgeistes ein. Als ich an diesem Bild arbeitete, hatte ich mich zuvor intensiv mit den Kriegen in Afghanistan und mit den globalen Auswirkungen des westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems befasst.

Tief greifende gesellschaftliche und ökologische Umwälzungen sind künstlerisch nicht wirklich adäquat darstellbar. Die Welt kann durch die Kunst allein nicht zum Besseren verändert werden, aber die Kunst kann Zeichen setzen und Mahnungen aussprechen. 

Weiterführende Links und Quellenangaben:


By Ruth Marcus

Ein Kommentar der Washington Post mit Bezug auf den Artikel in der Times

(2) Die kommerzielle Seite von artnet habe ich nur verlinkt, um das Beispielbild zeigen zu können.

      

Foto: Fred Tille


Samstag, 28. November 2020

Bisky geht an die Decke! Teil 2

Reichlich verspätet kommt hier die Fortsetzung meines Posts Bisky geht an die Decke!

Im ersten Teil hatte ich davon berichtet wie stark Bisky von den alten Meistern und speziell von den italienischen Manieristen insbesondere von Tintoretto inspiriert wurde.

Als in Venedig 2018 zum 500. Geburtstag des Malers Jacopo Tintoretto zwei große Ausstellungen stattfanden, war klar, dass Bisky einen seiner künstlerischen Favoriten besuchen würde.


Bisky trifft Tintoretto in Venedig


Bisky und Tintoretto haben als Künstler viele Gemeinsamkeiten. Auch Tintoretto lebte in einer Zeit, in der die Welt aus den Fugen geraten war. Die Pest zog durch Europa, Rom wurde von protestantischen Truppen geplündert und die Macht der Republik Venedig begann zu verblassen. Es war eine Welt der Umbrüche, der Auflösung, der zerfallenden Gewissheiten. Wie in einem Spiegel werfen Tintorettos ungebändigte und unruhigen Bilder die religiösen und politischen Stürme dieser Zeit zurück. Er schuf eine aus den Fugen geratene Bilderwelt.  

So hat z.B. Tintorettos Abendmahl von 1594 nichts mit dem geordneten Bildaufbau und den ruhig agierenden Personen der Abendmahldarstellung von Leonardo da Vinci gemeinsam.

Abendmahldarstellung von Leonardo da Vinci 1494-1498
Quelle Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Stattdessen finden wir bei Tintoretto ein für die vorherrschende Malerei der damaligen Zeit ungewöhnliches Chaos und Konfusion vor. Der komplizierte Bildaufbau, die rätselhaft - düstere Farbgebung, die heftigen Bewegungen der Figuren mit ihren verdrehten Körpern - all das bricht mit den herkömmlichen Abendmahls-Darstellungen: unbekümmert, herausfordernd, radikal.


Tintorettos Abendmahl von 1594,
Quelle Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Bilder antworten auf Bilder – Vergleiche und Assoziationen


Auch Bisky bevorzugt in seiner Malerei chaotische und unruhige Darstellungsformen. Auf großformatigen Leinwänden sieht man oftmals immer noch strahlende Jünglinge, die zu seinem Markenzeichen geworden sind. Aber sie tummeln sich nicht mehr im Paradies, sie werfen Steine. 

Sie sind vermummt wie die Demonstranten beim G20-Gipfel. Sie fallen aus dem Himmel zwischen Palmenzweige, lichterloh brennende Luxushochhäuser und taumelnden Hubschraubern in Rio de Janeiro. Diese bunte, farbenfrohe Welt brennt. Bei Bisky ist die Apokalypse bunt. 

Vergleicht man das Figurenszenario in Biskys Deckeninstallation mit Tintorettos innovativen, extravaganten und hochdramatischen Bildkompositionen, stellen sich sofort Assoziationen ein. Auch Bisky zeigt in seiner Deckeninstallation eine Welt aus den Fugen.

Tintorettos Abendmahl im Vergleich zu Biskys Figurenszenario


Stürzende Menschen aus blauem Himmel bei Tintoretto.
Tintorettos Wunder des Sklaven von 1548,
Quelle Foto: Wikipedia, gemeinfrei


Stürzende Menschen aus blauem Himmel bei Bisky.
Big Trilemma, 2017, Ausstellungsansicht aus Trilemma

Mein Bildervergleich bedeutet natürlich nicht, dass Bisky quasi eins zu eins Kompositionen von Tintoretto für seine Malerei übernimmt. Er weist vielmehr daraufhin, dass Bisky nach eigener Aussage in seiner künstlerischen Tätigkeit auch aus dem Fundus der Kunstgeschichte schöpft:

"Wenn ich mit Pinsel und Ölfarbe vor der Leinwand stehe, beziehe ich mich einfach auf eine viele Jahrhunderte alte Kulturtradition." (1)


Biskys Deckeninstallation in der Matthäus-Kirche

An dieser Stelle möchte ich nun überleiten zu Biskys Deckeninstallation in der Matthäus-Kirche.

„Ich denke viel nach über die Präsentation von moderner Malerei als Deckenbilder. Gerade weil das so aus der Zeit gefallen scheint“,  

 erklärt Bisky und weiter:

„Ich bin gerne in Kirchen, Moscheen, Synagogen. Da komme ich zur Ruhe, zum Nachdenken über die Welt. Unlängst war ich in Venedig, die Deckenbilder in Kirchen und Palazzi gehen mir nicht aus dem Kopf.“ (2)

Gerade in Venedig schuf Tintoretto über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten zahlreiche Wand- und Deckengemälde auch für den Dogenpalast.

Vielleicht hatte Bisky auch diese Wand- und Deckengemälde in Venedigs Dogenpalast vor Augen, als er für die Berliner Schau mit dem Titel Pompa eine Deckenpräsentation konzipierte. 

Oben: Deckenmalereien im Saal des Großen Rates. Mit 54 Metern Länge der größte Saal des Dogenpalastes. Die hintere Wand wird in voller Breite von Tintorettos Bild Das Paradies eingenommen. Auf diesem Foto nicht zu sehen.
Unten: Ausschnitt aus Deckenpräsentation Pompa

In der Matthäus-Kirche hat der Maler seine Arbeiten unter der etwa zwölf Meter hohen Decke montiert. Die Werke beginnen in der Zeit nach der Wende. Unterteilt durch die Deckenstreben der Sakralarchitektur wird ausgehend von der Stunde Null über die Euphorie der Aufbruchszeit bis hin zu den Verunsicherungen der Jetztzeit eine lineare Geschichte erzählt. 
Migration, Umweltzerstörung, Terror sind die Themen. Die Bilder umfassen den Zeitraum von 2002-2019

Zwischen Fernglas und Spiegelkabinett - Tücken der Präsentation


In der Renaissance, der Blütezeit der Deckenmalerei, wurden in der Regel die Malerei und deren Inhalte nach einem einheitlichen Grundentwurf ausgeführt. Auf gewölbten und architektonisch strukturierten Deckenflächen entstanden phantastische Welten, die den Betrachter mit Staunen und Andacht erfüllen sollten. Die raumabschließende Wirkung der realen Decke schien aufgehoben, und der Blick des Betrachters wurde auf einen illusionistischen Raum jenseits der Decke gezogen.  

Diese damit verbundene Konstruktion eines perfekten illusionistischen Bildraums gelingt Bisky mit seiner Deckeninstallation nicht. Das war auch nicht beabsichtigt. Obwohl die Bilder von der starken Farbgebung und Motivwahl her für eine Deckenkonstruktion geeignet erscheinen, hängen sie zu hoch. Einzelheiten und Feinheiten sind leider nur sehr schwer erkennbar. Ein ausgelegtes Fernglas und Spiegel im Boden und im Raum sollen diese Distanz überwinden. Die Spiegelung am Boden ist zwar hilfreich, trennt aber quasi als Sekundärblick von der Unmittelbarkeit der Wahrnehmung der Deckenpräsentation.  

Oben: Spiegeltisch vor den Sitzreihen.
Unten: Begehbarer Spiegel im Boden


Außerdem ist für den Betrachter der Blick zur Decke unbequem und er läuft Gefahr, einen Drehschwindel im Kopf zu bekommen. Auch beim Begehen des großen Spiegels am Boden entsteht die Illusion einer schwindelerregenden Tiefe.

Die Deckeninstallation geht leider zu Lasten der Wirkung der Bilder. Deren Betrachtung ist so oder so insgesamt etwas unbequem. Aber die Bilder von Bisky sind ja schließlich auch unbequem. Und das wiederum ist auch gut so.

Bisky mit Besucherin des Künstlergesprächs am 23.01.2020


Quellen:

(1) Zitiert aus dem Katalog Norbert Bisky-Zentrifuge, Hatje/Cantz Verlag 2014, S.77

(2) Zitiert aus meinem Gedächtnisprotokoll und meinen Aufzeichnungen vom Künstlergespräch mit Norbert Bisky am 23. Januar 2020 in der Matthäus-Kirche.

Weiterführende Links:

Tintoretto: Leben und Werk bei Wikipedia

500. Geburtstag des Malers Jacopo Tintoretto. Zu den Ausstellungen in Venedig. Gemälde wie ein Kinofilm von Henning Klüver, Stuttgarter Zeitung vom 21. Oktober 2018  

Über die Ausstellung Norbert Bisky-Zentrifuge, Kunsthalle Rostock

Norbert Bisky-Zentrifuge, Website von Kunst und Film


Sämtliche Fotos, wenn nicht anders gekennzeichnet, Fred Tille.

Obwohl meine Fotos nur allgemeine Ausstellungsansichten und keine expliziten, detaillierten Werkfotos zeigen, bitte ich die Urheberrechte des Künstlers, Norbert Bisky, an seinen Werken zu beachten.


 

 

Sonntag, 24. Mai 2020

Bisky geht an die Decke! Dystopische Himmelslandschaft in der St. Matthäus Kirche / Berlin | Teil 1


Thematisch passend zum Jubiläum 30 Jahre nach dem Mauerfall ist Norbert Bisky in Berlin und Potsdam über den Jahreswechsel 2019/2020 mit einer Doppelausstellung RANT und POMPA zu DDR und Mauerfall sehr präsent. 

Der in der DDR geborene Maler verarbeitet 30 Jahre nach dem Mauerfall künstlerisch seine Erfahrungen mit Teilung und Wiedervereinigung und verbindet diese mit der Frage nach den Leitbildern unserer Zeit.

Während die Ausstellung RANT in Potsdam sich mit den Ereignissen um den Mauerfall beschäftigt, liegt der Fokus für die Berliner Schau mit dem Titel POMPA auf den Jahrzehnten nach der Wende.

Die Basics der künstlerischen Positionen von Bisky könnt ihr in meinem Post Trilemma nachlesen.

In diesem Post will ich aber den Schwerpunkt darauf legen, welche spezielle Präsentationsform der Künstler gewählt hat. In der St. Matthäuskirche geht Bisky an die Decke!

Eingang der St. Matthäuskirche mit Bisky-Banner. 
Im Hintergrund der Potsdamer Platz.

Bisky geht an die Decke!


Als Norbert Bisky die St. Matthäus Kirche zum ersten mal betrat, um einen Eindruck vom Ort seiner geplanten Ausstellung zu bekommen, hatte er spontan die Idee seine Bilder unter die Decke zu hängen. Zu seiner Überraschung zeigten sich die Ausstellungsverantwortlichen der Kirche nicht als skeptische Bedenkenträger, sondern offen für diese Präsentationsmöglichkeit. Wie es dann zur Realisierung kam, berichtete Bisky im Rahmen eines Künstlergesprächs in der St. Matthäus-Kirche.

Auf dieses Künstlergespräch beziehe ich mich, wenn ich im folgenden Text aus meinem Gedächtnisprotokoll und meinen Aufzeichnungen Bisky zitiere oder über dessen künstlerische Beweggründe spreche. 

Künstlergespräch mit Norbert Bisky am 23. Januar 2020. 
Das Gespräch führte Ingeborg Ruthe, Kunstredakteurin der Berliner Zeitung.


Die biskynische Kapelle


Mit dieser für die Berliner Zeitung taz typischen Überschrift berichtete das Blatt über Biskys Coup, seine Bilder hoch oben an der hölzernen Kirchendecke zu installieren, so wie man es aus barocken Kirchen kennt. Die Anspielung auf die berühmte Sixtinische Kapelle, eine der Kapellen des Papstpalastes unmittelbar nördlich des Petersdoms gelegen, und auf das noch berühmtere Deckengemälde von Michelangelo wirkt auf den ersten Blick sehr kühn.  

Bild oben: Sixtinische Kapelle, Quelle Wikipedia CC BY-SA 3.0 
Bild unten: St. Matthäus Kirche  

Betrachtet man jedoch Biskys gewaltiges Figurenszenario, die taumelnden oder durch die Luft fliegenden Menschen vor dramatischen Himmelslandschaften, können sich Assoziationen zu den italienischen Manieristen einstellen. Andere denken an Goya und weitere spanische Altmeister. Im bereits erwähnten Künstlergespräch schilderte Bisky wie er in den Neunzigern mit einem Stipendium in Madrid arbeiten konnte und die Kunst der alten Meister geradezu aufgesogen hatte. Mit einer Kopiergenehmigung des Prado zog er täglich mit Zeichenblock und Malkarton ins Museum und studierte und kopierte seine favorisierten Maler. Zusammen mit den italienischen Meistern sind sie bis heute eine starke Inspirationsquelle für Biskys Malerei.
Vor diesem Hintergrund erscheint dann der Vergleich mit der Deckenmalerei von Michelangelo aus künstlerischer Sicht gar nicht mehr so kühn und abwegig.

Blick auf die aufwändige Deckeninstallation 
älterer und neuerer Werke von Norbert Bisky


Welchen Göttern huldigen wir heute?


Mit seiner aufwändigen Deckeninstallation älterer und neuer Werke zeigt Norbert Bisky seinen Blick auf die Welt nach 1989 in einer dystopischen Himmelslandschaft: Auch der Titel Pompa stellt einen sakralen Bezug her. Der Begriff kommt aus dem lateinischen und bedeutet in der Übersetzung Geleit/Leitung. Pompa bezeichnete im alten Rom religiöse Festprozessionen mit Götter- und Ahnenbildern. Welchen Göttern huldigen wir heute? Welche Bilder prägen heute unser kulturelles und religiöses Gedächtnis? Diese Fragen stellt die Berliner Präsentation. Sie findet parallel zur Ausstellung RANT von Norbert Bisky in der Villa Schöningen in Potsdam statt.

Rant ist eine Umschreibung aus dem englischen für Gezeter und Hetze im Netz, deren Urheber sich jedoch meist hinter Pseudonymen verstecken.

Die Plakate der Parallelausstellungen. Oberes Bild: Berlin | Unteres Bild: Potsdam


Bisky trifft Tintoretto in Venedig

Aber zurück zu Biskys Beweggründen für die Deckeninstallation.

 "Ich denke viel nach über die Präsentation von moderner Malerei als Deckenbilder. Gerade weil das so aus der Zeit gefallen scheint" und weiter...
 „Ich bin gerne in Kirchen, Moscheen, Synagogen. Da komme ich zur Ruhe, zum Nachdenken über die Welt. Unlängst war ich in Venedig, die Deckenbilder in Kirchen und Palazzi gehen mir nicht aus dem Kopf.“ 

Über Bisky und Tintoretto in Venedig und darüber wie tückisch eine Deckenpräsentation sein kann, berichte ich demnächst in Teil 2 meines Blogpost Bisky geht an die Decke!

Die Ausstellungen:
Rant, Villa Schöningen, 9. November 2019 bis 23. Februar 2020,
Pompa, Berliner St. Matthäus-Kirche, 10. November 2019 bis 16. Februar 2020

Sämtliche Fotos mit Ausnahme der extra gekennzeichneten: Fred Tille 
Obwohl meine Fotos nur allgemeine Ausstellungsansichten und keine expliziten, detaillierten Werkfotos zeigen, bitte ich die Urheberrechte des Künstlers Norbert Bisky an seinen Werken zu beachten.

Weiterführende Links:




Sonntag, 9. Februar 2020

Es lebe das Kino!


ZeitBild | Nr. 4


Es lebe das Kino!
ZeitBild | Nr. 4
Osterode im Harz am 16.09.2018. Das Bild zeigt die Überreste des einstigen Osteroder Lichtspielhauses. Oben links ist noch sehr gut die schwarze Wand mit den Öffnungen für die Filmprojektoren zu erkennen. Am rechten unteren Bildrand das melancholische Graffiti „Wir wollen Kino.“



Das Kino ist tot, es lebe das Kino 

Rechtzeitig zum Start der 70. Berlinale wird der Film Das Kino ist tot, es lebe das Kino von Thomas Schadt vorgestellt. Der Regisseur begleitete im Februar 2019 Dieter Kosslick bei seinem letzten Auftritt als Leiter des beliebtesten und größten Filmfestivals Deutschlands. Es lebe das Kino, ein Aufruf, der kurz vor der Berlinale auf offene Ohren stößt. 

Im letzten Jahr verzeichnete das Festival knapp 500 000 Kinobesuche. Eine Stadt im Filmfieber lässt vergessen, dass Kinos verschwinden - nicht nur in kleinen Städten der Provinz wie das Beispiel des Osteroder Lichtspielhauses zeigt. Auch mitten in Berlin, am Kurfürstendamm, sind von den einstmals 22 Kinos nur zwei, das Cinema Paris und die luxuriös umgebaute Astor Film Lounge übrig geblieben.

Flagship-Store von Apple statt Filmbühne Wien 

Kapitalstarke Unternehmen ziehen in die einstigen Kinostandorte ein. So werden jetzt im ehemals renommierten Ku´damm- Kino Filmbühne Wien hochpreisige Produkte im Flagship-Store von Apple verkauft. Horrend gestiegene Miet- und Immobilienpreise lassen es kaum mehr zu, dass Kinos in attraktiven Lagen überleben. 

Opfer dieser Verdrängung wurde auch das bundesweit einmalige Multikplexkino CineStar im Sony Center am Potsdamer Platz. Denn das Kino hatte nicht nur als besondere Attraktion das Imax-Kino mit seiner XXL-Leinwand im Obergeschoss. Sein Alleinstellungsmerkmal war, dass in allen seinen acht Sälen Filme ausschließlich in der englischsprachigen Originalversion liefen. Es war auch ein Superangebot für die vielen Touristen und fremdsprachigen Bürger der Stadt.

Hier ist das CineStar-Kino noch ein fester Bestandteil des Sony-Centers. Doch zum 31. Dezember 2019 gingen hier die Lichter aus.  

2400 Kinoplätze waren auf einen Schlag weg

Zum 31. Dezember 2019 waren auf einen Schlag nicht nur 2400 Kinoplätze weg, sondern auch die zentrale Spielstätte für die 70. Berlinale im Februar 2020. Nun weicht das Festival stattdessen in das Cubix am Alexanderplatz aus, ebenfalls ein CineStar-Haus, das bislang zwei Säle für das Filmfest reservierte. Das Cubix wird jetzt komplett zur Festivalstätte. 

Ein weiterer Umstand erschwert das Festival: Der sonst so quirlige Potsdamer Platz sieht in diesem Jahr ziemlich öde aus. Die Potsdamer Platz Arkaden sind wegen Umbaus fast leer. Der Ticketcounter und der Merchandisingstand der Berlinale sind nach wie vor dort. Wenigstens etwas. Ansonsten findet die Berlinale in einer geisterstadtähnlichen Umgebung statt. Mehr Infos zum Potsdamer Platz findet ihr in meinem Post Berlin - Metropolis | Zwei Stadtvisionen im Modell.

Filmkonsum in Zeiten von Streaming | Viele offene Fragen zur Zukunft des Kinos

Wie soll das Kino im Konkurrenzreigen der anderen Bildmedien grundsätzlich reagieren?
So fragt sich Joe Russo, Regisseur von Avengers: Endgame, wie man angesichts der vielen Möglichkeiten, audiovisuelle Inhalte sehen zu können, Menschen dazu bringen kann, das Heim zu verlassen. Über die gängigen vier bis fünf Kinobesuche pro Jahr dürfte es kaum hinausgehen

Wie dem auch sei, die Abwanderung zu den Streaming-Angeboten wird zunehmen. Nach den mehr als 150 Millionen Nutzern von Netflix und mehreren kleinen Anbietern kommen jetzt die echten Schwergewichte mit ihren Angeboten auf den Streaming-Markt. Neben Warner, HBO Max und Apple+ steigt 2020 mit Disney der größte Filmkonzern der Welt auch in Europa in die sogenannten Streaming Wars ein. 

Netflix zum Beispiel ließ Martin Scorsese sein Gangster-Epos The Irishman für die marktüblichen 150 Millionen Dollar produzieren. Scorsese hat das Publikum übrigens ausdrücklich gebeten, seinen Film nicht auf dem kleinen Handy zu sehen, sondern wenigstens ein Tablet dafür zu benutzen. So weit ist es schon gekommen.

Blick in das Sony Center

Wo liegt der Mehrwert eines Kinobesuchs z.B. auch und besonders für ein junges, netzaffines Publikum?
Downloads und Streaming Dienste beweisen wie groß das Interesse an Filmen gerade bei dieser Altersgruppe ist. Man darf auch nicht vergessen, dass Kino immer teurer wird. Für Karte, Popcorn, Parkhaus sind mal eben 50 Euro schnell weg, wenn man mit der Familie unterwegs ist. Eine grundsätzliche Neuausrichtung des Kinoerlebnisses hin zu mehr Individualisierung und Spezifizierung ist deshalb eine Perspektive, um das Kino in eine neue Zukunft zu führen.

Was kommt auf die Kinobetreiber zu?
Die derzeitige Situation ist auch im internationalen Rahmen für Kinobetreiber komplex und vielschichtig. Die Kinobetreiber sind mit der Notwendigkeit zu Neuinvestitionen konfrontiert, die die Digitalisierung mit sich bringt. Im Unterschied zur alten Vorführtechnik, wo ein Projektor viele Jahrzehnte lief, muss die Technik jetzt alle fünf Jahre auf den neusten Stand gebracht werden. Ausgaben im fünfstelligen Bereich pro Gerät zieht dies nach sich.

Das Überangebot an Filmen, ist für Kinobetreiber kaum zu bewältigen. Jährlich konkurrieren 600 Erstaufführungsfilme, davon 240 neue deutsche Filme, um einen Kinostart. Dies erzeugt Unübersichtlichkeit und viel zu kurze Auswertungszeiten.
Ob das Kino zukünftig überhaupt noch der wichtigste Wahrnehmungsraum für Film sein wird, könnte dabei die übergeordnete Frage sein.

So sah es 2016 zur Berlinale am Potsdamer Platz aus. Der Traum der Filmschaffenden: Einmal auf dem roten Teppich zusammen mit dem Festivaldirektor.

Zum Abschluss möchte ich Carlo Chatrian zitieren, der zusammen mit Mariette Rissenbeek die neue Berlinaleleitung bildet.

Man hat das Kino immer wieder für tot erklärt. Und doch lebt es nach wie vor. Weil da immer diese Notwendigkeit ist, einen Blick in die Welt zu haben. Und mit Geschichten berührt zu werden, die fern von unseren eigenen sind. Das Kino wird immer eine Kunstform für das große Publikum sein. (1)

 (1) Quelle: Berliner Morgenpost v. 09.02.2020

Sämtliche Fotos: Fred Tille


Sonntag, 5. Januar 2020

2020 - Dekade des Umbruchs? | Zukunft im kommenden Jahrzehnt


Den Beginn des Jahres 2020 nehmen viele Medien, Autoren und Wissenschaftler zum Anlass, um mehr oder weniger fundierte Prognosen für die Zeit bis 2030 zu stellen. Gemeinsam ist allen Einschätzungen, dass die Veränderungen im kommenden Jahrzehnt die Welt wohl stärker verändern werden als je zuvor. Einige Trends lassen sich durch Prolongierung der Gegenwart relativ sicher vorhersehen, andere nur erahnen.

Bis bald, in der Zukunft! FUTURIUM Berlin

Um einen Blick in die Zukunft zu werfen, braucht es keine Kristallkugel. Hierfür gibt es in Berlin mit dem FUTURIUM neuerdings eine vielversprechende Adresse. Das Futurium ist ein Haus der Zukünfte. Hier dreht sich alles um die Frage: Wie wollen wir leben? Das interaktive Museum stellt sich allen Fragen der Zukunft: Wie wollen wir leben? Feiere ich irgendwann meinen 130. Geburtstag? Essen wir bald nur noch Insekten?  

Das Futurium soll ein Forum für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in der Hauptstadt sein. Das Futurium befindet sich zwischen Reichstag und Hauptbahnhof, direkt an der Spree. Die Berliner Architekten Richter und Musikowski setzten bei Ihrem Entwurf auf Offenheit und klare, skulpturale Formen. Das gesamte Gebäude entspricht dem Standard eines Niedrigst-Energiehauses. Das Futurium bietet auf drei Etagen rund 3.200 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Ausstellung und Labor

Das Futurium ist in Ausstellung und Labor unterteilt. Beides ist interaktiv, im Labor werden auch Workshops angeboten. Zu Beginn schnallt man sich ein Armband um, damit kann man sich in der Ausstellung an verschiedenen Stationen einscannen. So kann man sich zwischen verschiedenen Zukunftsmodellen entscheiden. 




Armband (kleiner Bildausschnitt) mit ausgedruckter Karte mit einem Code 


Am Ende lässt man sein Armband in der Zukunftsmaschine auswerten – die druckt dann eine Karte mit einem Code aus. Den kann der Besucher auf der Webseite eingeben. Je nach gescannten Zukunftsmodellen erfährt man dann, was für eine Art Zukunftstyp man ist.

Haus der Zukünfte

Das Futurium ist ein Haus der Zukünfte. Hier dreht sich alles um die Frage: Wie wollen wir leben? In der Ausstellung können Besucher viele mögliche Zukünfte entdecken, im Forum gemeinsam diskutieren und im Futurium Lab eigene Ideen ausprobieren. Hier einige Beispiele aus der Ausstellung.


Fliegende Kraftwerke: Windturbinen decken schon heute zwanzig Prozent der deutschen Stromversorgung. Sie ernten Wind in über 100 Metern Höhe. Allerdings ist bei 150 Metern Schluss. Doch je höher man kommt, desto stärker und regelmäßiger weht der Wind. Forscher entwickeln daher Anlagen, die fliegen und 300 bis 500 Meter in der Luft aufsteigen können.

Neo-Natur: Von Menschen gemachte Umgebung-die Neo Natur- verändert sich durch unsere Eingriffe ständig. Wenn wir uns in der Gestaltung der Umwelt stärker von der Natur beeinflussen lassen, können faszinierende Gebilde entstehen. Die große Holzskulptur zeigt, wie das aussehen kann, wenn die einzelnen Elemente durch einen Algorithmus berechnet werden. Und zwar so, das aus elf verschiedenen Bauteilen ein komplexes, einzigartiges Objekt entstanden ist. Ein enges Zusammenspiel von Natur und Technik.

Das Futurium feierte vom 5. bis 8. September 2019 seine Eröffnung mit einem großen „Fest der Zukünfte“. Ab sofort kann das Haus der Zukünfte mit Ausstellung, Forum und Futurium Lab besucht werden. Der Eintritt ist frei. Zumindest bis Ende 2022


Auf dem Dach des Hauses bietet der Skywalk nicht nur einen Blick auf die zahlreichen Kollektorfelder für Photovoltaik, sondern bietet ebenfalls eine tolle Aussicht auf den Spreebogen und das Kanzleramt.

Sämtliche Fotos: Fred Tille

Weiterführende Informationen zum Futurium:



Montag, 19. August 2019

Bäume im Museum

ZeitBild | Nr. 3


Bäume im Museum
ZeitBild | Nr. 3
Nationalgalerie wird vor Sanierung zum Wald.
Bevor die Neue Nationalgalerie Berlin für Sanierungsarbeiten geschlossen wurde, hat Stararchitekt David Chipperfield 144 Baumstämme in die große Glashalle des berühmten Mies-van-der-Rohe-Baus gesetzt.
Sticks and Stones nennt Chipperfield seine Installation.
Foto: Fred Tille

Wenn Wald zerstört wird | Zwei Beispiele:
Amazonas-Regenwald | Brasilien


Wenn Wald zerstört oder auch nur in seiner Zusammensetzung verändert wird, dann ist das ein ziemlich verheerender Eingriff in ein natürliches System mit vielen Auswirkungen, auch auf das Klima.

So ist der Amazonas-Regenwald mit einer Fläche von 5,5 Millionen Quadratkilometern ein gewaltiger Kohlenstoffspeicher. Ihn zu erhalten, ist unerlässlich, wenn die Klimakrise nicht weiter verschärft werden soll.

Mehr als zwei Drittel des Amazonas-Regenwaldes liegen in Brasilien und seit Bolsonaro in Brasilien an der Macht ist, wird dort immer mehr Wald abgeholzt.
Der größte Regenwald der Erde ist in akuter Gefahr.


Hambacher Forst | Deutschland


Ein anderes Beispiel aus Deutschland. Für den größten europäischen Braunkohletagebau Hambach zwischen Aachen und Köln wurde der früher einmal 4100 Hektar große Wald mit jahrhundertealten Buchen und Eichen im Laufe der Jahre bis auf 200 Hektar abgeholzt. Der Energiekonzern RWE wollte Anfang Oktober 2018 eigentlich noch gut hundert von den verbliebenen 200 Hektar des Waldes für seinen Braunkohletagebau abholzen. 

Gegen die Rodung hatten Klimaaktivisten über Jahre mit ihrer Wald-Besetzung gegen die Braunkohle und für den Klimaschutz demonstriert.
Durch einen Eilbeschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster wurde eine Rodung des Hambacher Waldes zunächst für mindestens ein Jahr gestoppt.
Der Hambacher Forst gilt mittlerweile als Symbol für den Widerstand gegen die Braunkohle-Verstromung und für den Klimaschutz.

Die Beispiele zeigen. Die Wälder der Erde sind in Gefahr und wenn nicht sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden, können wir in nicht allzu ferner Zukunft Bäume nur noch im Museum bewundern.


Prinzip Hoffnung 1: Der WeltWald Harz | Deutschland


Der WeltWald Harz liegt am Nordwestrand des Harzes bei Bad Grund. Er besteht seit 1975. Auf dem Gebiet um die Stadt Bad Grund wurden auf einer Fläche von etwa 100 ha 285 Baum- und 238 Straucharten aus verschiedenen Wäldern der gemäßigten Klimazone angepflanzt und bewirtschaftet. Insgesamt befinden sich hier 113.000 Gehölze.  Der WeltWald Harz ist ein Forschungs- und Schutzprojekt, das Anlass zur Hoffnung gibt.
Foto: Fred Tille


Prinzip Hoffnung 2:  For Forest


For Forest ist ein Kunstprojekt des Installationskünstlers Klaus Littmann, das am 8. September 2019 in Klagenfurt für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. 299 rund 14 Meter hohe Bäume wurden im Wörthersee Stadion im Sommer auf das Spielfeld gestellt, die man bis zum 27. Oktober bei freiem Eintritt ansehen kann. (Quelle Wikipedia)  

Übrigens: Die Bäume in der Neue Nationalgalerie Berlin sind jedoch nicht extra für diese Kunstaktion gefällt worden. Laut Chipperfield stammen sie aus einem Privatwald und konnten wegen ungeklärter Eigentumsverhältnisse nicht wie üblich nach 70 bis 80 Jahren geschlagen werden. Jetzt im Alter von 100 Jahren wurden sie forstwirtschaftlich verwertet und quasi als Zwischennutzung für die Kunstaktion ausgeliehen.