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Sämtliche Fotos: Fred Tille
Weiterführende Informationen zum Futurium:
Privater Kunstblog zum Thema:
Künstlerisches Handeln in Zeiten globaler Umbrüche
Die Welt von heute scheint aus den Fugen geraten. Sie ist durch große Unsicherheit, Unübersichtlichkeit und Fragilität, Krieg und Flucht, Terror und Gewalt geprägt. Damit ist die Entwicklung unserer zukünftigen Lebenswelten wieder zu einem bedeutsamen Schwerpunkt in der Kunst geworden. Auch die Erkenntnisse und Prognosen der Techniksoziologie und der Zukunftsphilosophie werden zunehmend als Gegenstand der Kunst entdeckt. Die bildende Kunst, das Theater, die Literatur und der Film reagieren darauf auf unterschiedliche Art und Weise. Mich beschäftigt die Frage, wie kann sich der Künstler, der ja Teil dieser Entwicklungen ist, den sich daraus ergebenden existentiellen Herausforderungen sinnvoll nähern? In diesem Zusammenhang möchte ich meine Bilder aus der Zeit um 5 nach 12 in lockerer Folge vorstellen. Texte zu den globalen Auswirkungen des westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems ergänzen diese bildlichen Darstellungen. Über Reaktionen von Künstlern, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen, würde ich mich freuen.
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Bäume im Museum
ZeitBild | Nr. 3
Nationalgalerie wird vor Sanierung zum Wald.
Bevor die Neue Nationalgalerie Berlin für Sanierungsarbeiten geschlossen wurde, hat Stararchitekt David Chipperfield 144 Baumstämme in die große Glashalle des berühmten Mies-van-der-Rohe-Baus gesetzt.
Sticks and Stones nennt Chipperfield seine Installation.
Foto: Fred Tille
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Der WeltWald Harz liegt am Nordwestrand des Harzes bei Bad Grund. Er besteht seit 1975. Auf dem Gebiet um die Stadt Bad Grund wurden auf einer Fläche von etwa 100 ha 285 Baum- und 238 Straucharten aus verschiedenen Wäldern der gemäßigten Klimazone angepflanzt und bewirtschaftet. Insgesamt befinden sich hier 113.000 Gehölze. Der WeltWald Harz ist ein Forschungs- und Schutzprojekt, das Anlass zur Hoffnung gibt.
Foto: Fred Tille
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Albert Serra hat erstmalig das Thema
Singularity als Teilaspekt des Komplexes Künstliche Intelligenz
künstlerisch bearbeitet. SINGULARITY | Ein Kunstprojekt von Albert Serra kuratiert von Chus Martinez und produziert vom Institut Ramon Llull | Catalonia in Venice at LA BIENNALE DI VENEZIA | 56th International Art Exhibition | Eventi Collaterali
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| In einer Videoinstallation über mehrere Bildschirme zeigt Serra die Bedrohung des Menschen durch Maschinen. Hier ist es eine Drohne. |
"In drei bis acht Jahren (ab 1970 gerechnet)* werden wir eine Maschine mit der allgemeinen Intelligenz eines durchschnittlichen Menschen haben, eine Maschine, die Shakespeare lesen und ein Auto schmieren kann." (1)
"Künstliche Intelligenz wird das menschliche Niveau bis etwa 2029 erreichen. Folgen Sie dem weiter bis 2045, werden wir die Intelligenz, die menschliche biologische Maschinenintelligenz unserer Zivilisation, milliardenfach vervielfacht haben." (2)
„Computer werden Menschen innerhalb der nächsten hundert Jahre mit künstlicher Intelligenz überholen. Wenn es soweit ist, müssen wir sichergehen, dass ihre Ziele mit unseren übereinstimmen.“ (3)
„Heute ist eine Künstliche Intelligenz in diesem Sinne noch nicht einmal in Ansätzen zu erkennen.“ (4)
"Es gibt viele Dinge, die wir gerne tun würden, aber nicht tun können, weil sie illegal sind. (...) Wir sollten nur ein paar Orte haben, an denen wir in Sicherheit sind. So können wir neue Dinge ausprobieren und herausfinden, welche Auswirkungen sie auf die Gesellschaft haben." (5)
„Maschinen haben keine eigenen Sehnsüchte, sie sind sich ihrer Ziele nicht bewusst. Sie tun, was wir ihnen sagen und manchmal machen sie Fehler, weil wir nicht lange genug nachgedacht und ihnen das Falsche gesagt haben. Die Maschinen, die wir heute bauen und in Zukunft bauen werden, entscheiden nicht plötzlich, den Planeten zu übernehmen.“ (6)
„Aber nur, bis Roboter die Straße herunter marschieren und Menschen jagen.“ (7)
„Sorgen sollten wir uns nicht um superschlaue, sondern eher um dumme KI.“ (8)
„(Die Filteralgorithmen von)* Youtube kenn(en)* nicht den Unterschied zwischen der nackten Wahrheit und einem nackten Hintern.“ (9)
„Mit künstlicher Intelligenz wecken wir die Dämonen.“ (10)
„Ich beneide Sie um diese ersten Schritte in eine neue Zeit.“ (11)
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Blick in die
Ausstellung-Vorne Wand mit paper works, im Hintergrund links,
Deposition 2017, oil on canvas, 200 x 150 cm, daneben, NoH8,
2017, oil on canvas, 40 x30 cm
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Works on paper
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„Der Krampf besteht darin, dass man der Kunst um ihrer selbst willen folgen soll. Das ist schwierig. Am Ende gibt es aber einfach gute Bilder und nicht so gute Bilder. Das ist es dann auch schon (3).
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Menschen fallen aus dem Himmel. Vor
blauem Himmel ist bei Bisky die Apokalypse bunt. Big Trilemma, 2017,
oil on canvas, 3 parts, 300 x 750 cm
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"Ich finde den Widerspruch in der Kunst wichtig. Denn die Welt ist komplex, es ist unmöglich das in einem Bild einzufangen. Wenn man es aber versucht, dann muss es auch im Bild Widersprüche geben, zwischen heiteren Farben und harten Themen."(4)
"Das würde heißen, dass es eine klare Richtung gibt, in die man schießen kann. Die gibt es nicht, unsere Welt ist komplex. Bilder sind wie Flaschenpost, die bleiben eine Weile da und transportieren etwas von meiner Zeit".
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„Zehn Tage lang haben Sie die Möglichkeit zu entdecken, wie Filmemacher*innen die Welt mit ihren vielfältigen Gesellschaften, Lebensentwürfen und Erfahrungshorizonten heute sehen und was sie daraus machen. Das Kino kann die Welt manchmal erklären, zum Beispiel wenn es ihm gelingt, neue Perspektiven zu finden, unerwartete Sichtachsen in das verwirrende Dickicht der Gegenwart zu schlagen oder wenn es das Gleichgewicht in den Verhältnissen vorübergehend durcheinander bringt.“
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Parkplatz
für einen Baum
ZeitBild
| Nr. 1
In einer Tiefgarage in der Berliner
City-West ganz in der Nähe des Kurfürstendamms ist dieser Parkplatz
für einen Baum zu bestaunen.
Foto: Fred Tille
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