Privater Kunstblog zum Thema:

Künstlerisches Handeln in Zeiten globaler Umbrüche


Die Welt von heute scheint aus den Fugen geraten. Sie ist durch große Unsicherheit, Unübersichtlichkeit und Fragilität, Krieg und Flucht, Terror und Gewalt geprägt. Damit ist die Entwicklung unserer zukünftigen Lebenswelten wieder zu einem bedeutsamen Schwerpunkt in der Kunst geworden. Auch die Erkenntnisse und Prognosen der Techniksoziologie und der Zukunftsphilosophie werden zunehmend als Gegenstand der Kunst entdeckt. Die bildende Kunst, das Theater, die Literatur und der Film reagieren darauf auf unterschiedliche Art und Weise. Mich beschäftigt die Frage, wie kann sich der Künstler, der ja Teil dieser Entwicklungen ist, den sich daraus ergebenden existentiellen Herausforderungen sinnvoll nähern? In diesem Zusammenhang möchte ich meine Bilder aus der Zeit um 5 nach 12 in lockerer Folge vorstellen. Texte zu den globalen Auswirkungen des westlichen Wirtschafts- und Gesellschaftssystems ergänzen diese bildlichen Darstellungen. Über Reaktionen von Künstlern, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen, würde ich mich freuen.


SpotLights Berlin

Freitag, 31. Juli 2015

The Smoking Kid | Katharina Grosse in Berlin

Zum Gallery Weekend Berlin vom 01.- bis 03. Mai 2015 eröffnete die König Galerie mit einer Ausstellung von Katharina Grosse ihre neuen Räumlichkeiten in der umgebauten St. Agnes Kirche in Berlin-Kreuzberg. 

Katharina Grosse in Berlin. Blick in die Ausstellungshalle der 
KÖNIG GALERIE | St. Agnes.
The Smoking Kid
© Katharina Grosse und VG Bild-Kunst Bonn, 2015
Courtesy of the artist and König Galerie

Kunst mit Glockenturm


Die Galeristen Johann und Lena König haben nach dem Erwerb vom Erzbistum Berlin im Jahr 2012 durch die ST. AGNES GmbH den denkmalgeschützten Gebäudekomplex einer neuen Nutzung zugeführt. Kernstück des Umbaus ist die ehemalige Kirche mit Kapelle und Turm, die zu einer wahren Kathedrale der Kunst geworden ist.

Der Turm von St. Agnes mit daran anschließender Kapelle

Durch diesen unscheinbaren Eingang im Turm (linkes Foto) gelangt der Besucher über eine Treppe in den ersten Stock. Von dort betritt man die riesige Ausstellungshalle (s. nächstes Bild).

Der umgebaute große Kirchenraum. Spektakuläre Größe: Länge: 35 Meter, Breite: 12 Meter, Höhe: 15 Meter auf einer Fläche von 800 m². 
Eine Kathedrale der Kunst ist entstanden.
The Smoking Kid
© Katharina Grosse und VG Bild-Kunst Bonn, 2015
Courtesy of the artist and König Galerie

Die Lage dieser neuen Ausstellungshalle ist absolut ideal. Sie befindet sich in der geografischen Mitte Berlins im Bezirk Kreuzberg im Quartier der südlichen Friedrichstadt mit Berlinischer Galerie und Jüdischem Museum, mit dem Zeitungsviertel, einem Atelier- und Veranstaltungshaus und einem Galerienhaus, um nur die wichtigsten zu nennen. An diesem Gallery Weekend führte an der Eröffnung der ehemaligen Kreuzberger Kirche als Megagalerie kein Weg vorbei. Die Kunstinteressierten stürmten die Großgalerie regelrecht und besichtigten die neuen Räumlichkeiten mit den Werken von Katharina Grosse.

Katharina Grosse, 1961 in Freiburg im Breisgau geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten finden internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung in zahlreichen Gruppenausstellungen und Biennalen. Katharina Grosse ist ständiges Mitglied der Akademie der Künste, Berlin und seit 2010 Professorin für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Aktuell ist sie auch mit einem Beitrag auf der Biennale di Venezia 2015 vertreten.

The Smoking Kid


Unter dem Titel The Smoking Kid zeigt Grosse sechs großformatige, in Sprühtechnik hergestellte aktuelle Leinwandarbeiten. Ihre riesigen in raumgreifender Farbigkeit ausgeführten Bilder stehen im Kontrast zu der reduzierten, grauen Architektur im Stil des Brutalismus. „Das Making-of der Werke ist für den Betrachter kaum mehr logisch nachvollziehbar. Vielmehr zeigen sich in der Fläche oder auch zwischen den Bildschichten ‚Risse‘ und ‚Brüche‘, die die Wahrnehmung irritieren und Fragen nach dem strukturellen Zusammenhang zwischen den wie disparat ins Bild gesetzten Elementen provozieren“ (Quelle: Barbara Buchmaier, zitiert nach Website der GALERIE KÖNIG | St. Agnes). Einzelansichten dieser eindrucksvollen Arbeiten sind auf der Website der GALERIE KÖNIG | St. Agnes  zu sehen.

Blick in die Ausstellung.
The Smoking Kid
© Katharina Grosse und VG Bild-Kunst Bonn, 2015
Courtesy of the artist and König Galerie

Die einzelnen Werke tragen keine Titel. Im Gegensatz dazu sind ihre assoziationsreichen Ausstellungstitel typisch für Grosse. So war auch der Titel einer Münchner Ausstellung Cool Puppen einem Graffiti entnommen, das die Künstlerin aus dem Augenwinkel irgendwo auf einer Wand gelesen hatte. Sie übernahm den sinnlosen Spruch. Trotz der Vorliebe für narrative Ausstellungstitel, in denen Sehnsucht nach einer Vorstellungswelt anklingt, kommen ihre Arbeiten ohne Symbole, Verweise und Dokumente aus.

Das begehbare Bild als Erweiterung der Malerei


Für Katharina Grosse hat Malerei keine Grenzen und ihre Arbeiten folgen keinen gestalterischen Grundsätzen von Figur und Grund, beschäftigen sich aber mit Fragen der Wahrnehmung und Irritation beim Betrachter. Grosse will das Verhältnis von Farbe und Malgrund radikal neu definieren und diese subjektive malerische Radikalität versteht Grosse durchaus als politisches Element ihrer Arbeit.
Katharina Grosse lässt Farbe möglichst eigenmächtig expandieren und bringt sie auch auf Gründe wie Erde und Pflanzen, Möbel, Kleidung und Architektur auf. Diese Aneignung und Eröffnung von zusätzlichen Räumen durch die Farbe wird als die Befreiung der Farbe aus der Einengung in die Zweidimensionalität des klassischen Tafelbildes gefeiert. Die befreite Farbe entgrenzt sich endgültig in einem hierarchiefreien, chaotischen Raum.
Damit erweitert Katharina Grosse die Malerei. Ihre vielfarbige Giga-Installation Inside the Speaker 2014/2015 im Düsseldorfer Kunstpalast ist hierfür ein anschauliches Beispiel. Hier hatte sie 40 Kubikmeter Erde, 560 Meter laufende Stoffbahnen in einer Breite von fünf Metern und 350 Europaletten zu einem Gesamtkunstwerk verarbeitet.
Diese Installation war nicht nur zum Ansehen da, sondern man durfte sie auch durchwandern, also gleichsam das "Bild" betreten und das Kunstwerk zu Fuß erkunden. Am Ende wurde das begehbare Tableau recycelt. Dass die meisten Installationen dieser Art ein Verfallsdatum haben und nach rund fünf Wochen verschwinden, berührt die Künstlerin nicht weiter: "Das ist gut so, dann können neue Ideen einziehen."

Blick in die Ausstellung.
The Smoking Kid
© Katharina Grosse und VG Bild-Kunst Bonn, 2015
Courtesy of the artist and König Galerie

Was kommt nach der Befreiung der Farbe?


Die Farbe ist das wichtigste Element in der Kunst von Katharina Grosse. „Ich kann im Denken grenzenlos sein, alles ist möglich“, sagt Grosse. Ein bestimmtes Ziel hat sie zwar nicht, sie selbst ist auch ständig auf der Suche. Einfach weiterentwickeln möchte sie sich - "und etwas ganz Tolles machen in der Malerei... Ich glaube, es fängt erst an." Diese Worte formulierte Grosse in einem
Interview 2005 (Quelle: art-9/05). Inzwischen sind fast zehn Jahre vergangen und die Farbe ist immer noch das wichtigste Element in der Kunst von Katharina Grosse. Ein langer Anfang. Das birgt in sich - unabhängig von der hohen künstlerischen Qualität ihrer Arbeiten - die Gefahr einer Wiederholungsstarre, einer Ansatzerschöpfung und einer gewissen Inhaltsneutralität. Damit befindet sie sich in prominenter Gesellschaft. Auch Georg Baselitz, der im Prinzip seit 1969 seine Bilder verkehrt herum malt, hat so für sein malerisches Werk einen einzigartigen Wiedererkennungswert geschaffen. Dieses Prinzip der Sujetumkehr ist zu seinem Markenzeichen geworden ähnlich wie bei Katharina Grosse die Befreiung der Farbe. Mit ihren „Markenzeichen“ sind Baselitz und Grosse übrigens mit Beiträgen auf der Biennale di Venezia 2015 vertreten. Dazu mehr in meinem nächsten Post.
So hat Grosse für die 56. Venedig Biennale unter dem Titel Untitled Trumpet eine riesige begehbare Malerei/Installation in den Arsenale - Hallen realisiert. Wie lässt sich Grosses Untitled Trumpet mit dem diesjährigen Leitthema der Biennale All The World’s Futures interpretieren? Um der Künstlerin gerecht zu werden eigentlich nur dadurch, dass jeder Betrachter seine Assoziationen zum Kunstwerk im Dialog mit dem Rahmenthema abgleicht.
Für viele vom Rundgang durch die internationale Ausstellung erschöpfte Besucher ist die Farbinsel einfach ein willkommener Ort der Erholung und Kontemplation. Andere sehen All The World’s Futures durchschimmern, indem sie Schutthaufen, Zerstörung, Krieg und Leichentücher assoziieren. Oder verweist Untitled Trumpet nach all der Weltrettungskunst und zentraler Marx-Lesung aus dem „Kapital“ nur auf pure Ästhetik als Gegenpart zur Politkunst? Anything goes!
Hauptsache die Farbe ist frei!

Katharina Grosse mit der Installation UNTITLED TRUMPET 
in den Arsenale-Hallen der 
Biennale di Venezia 2015. Detailansicht. Foto: Fred Tille
© Katharina Grosse und VG Bild-Kunst Bonn, 2015

Die Ausstellung The Smoking Kid  fand vom 02. Mai bis 21. Juni 2015 in der KÖNIG GALERIE | St. Agnes statt.

Sämtliche Fotos: Fred Tille

Die Veröffentlichung der Ausstellungsansichten zu The Smoking Kid erfolgte mit freundlicher Genehmigung der KÖNIG GALERIE | St. Agnes

Weiterführende Links:







Dienstag, 30. Juni 2015

Mona Lisa Brigades | Ausstellung DuaLisa | Teil 2

Review auf eine themenbezogene Ausstellung


Die teilnehmenden Künstler beschreiten in ihren Arbeiten unterschiedliche Wege von Malerei über digitales Painting, von Zeichnungen zur Fotografi e. Bei vielen von ihnen steht im Zentrum ihrer Arbeiten die derzeitige Situation der Frau, die z.T. immer noch bestimmt ist von Unterdrückung und Fremdbestimmung, wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung, Flucht, Emigrantentum und Heimatlosigkeit. Die präsentierten Arbeiten beschäftigen sich u.a. mit der Frage, welcher Typ von Frau spiegelt die Lebenssituation der modernen Lisa am ehesten wider?
Ist es die Karrierefrau, die Emigrantin, die Ausgegrenzte? Es werden die Probleme von verfolgten und diskriminierten Minderheiten aufgegriffen sowie die Schwierigkeiten der Künstlerinnen im nordafrikanischen Raum aufgezeigt.
Es wird aber auch darauf hingewiesen, wie sich die neue, die zweite Lisa, DuaLisa, auf den Weg macht und versucht aus den Klischees und ihrer unwürdigen Lebensweise auszubrechen. Es bietet sich die Hoffnung an auf eine vermittelnde utopische Transzendenzfunktion, die zwischen realem Sein und noch unbekanntem Ziel in eine bessere Zukunft weist.

Sieben Künstler nähern sich diesem so umrissenen Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ihre jeweiligen künstlerischen Ansätze haben sie versucht konzentriert in ca. 100 Worten zusammenzufassen. 

AUSSTELLENDE KÜNSTLER

Klaus Brenneisen
DEJO Denzer
Ellen Ernst
Krystyna Kauffmann
Dietmar Steinkamp
Fred Tille
Gabriele Tille-Tagge

Zum Abschluss stelle ich die verbliebenen vier Künstler vor.

Die Ausstellung fand vom 14.09.2014 bis 12.10.2014 in der Schinkelkirche in Petzow/Werder statt.



Fred Tille

Geboren in Berlin-Charlottenburg.
Lebt und arbeitet in Berlin, Schönwalde-Glien und Angermünde. 
Sujetgestützte freie Malerei mit den zentralen Themen Zukunftsphilosophie
und Techniksoziologie. 
Seit 1994 Ausstellungen in Berlin und Brandenburg.

Mona Lisa Brigades | Tafel 1 | 80x100 cm | 2014

Mona Lisa Brigades | Tafel 2 | 80x100 cm | 2014

Diptychon | Mona Lisa Brigades | jeweils 80x100 cm | 2014

Mona Lisa Brigades – Street-Art als Widerstand in Kairo

Eine Gruppe junger Street-Art-Künstler in Kairo nennt sich Mona Lisa Brigades. Auf der Basis des berühmten Gemäldes von Leonardo da Vinci haben sie ihr eigenes Logo entwickelt. Mona Lisa trägt hier eine Augenklappe und hält eine
Spraylackdose in der Hand. Die Augenklappe weist auf die Angriffe der Polizei hin. Mit Gummigeschossen feuerte sie gezielt auf Demonstranten. Viele verloren ihr Augenlicht. Mona Lisa ist auch ein Hinweis darauf, dass
viele Frauen in den Wirren der Revolution Opfer von Gewalt wurden.
Das Logo der Mona Lisa Brigades ist in Kairo überall präsent. Zur Künstlergruppe gehören auch Frauen. Junge Kunststudentinnen, die in ihren künstlerischen Arbeiten das Recht der Frauen auf Gleichberechtigung und
Selbstbestimmung fordern. Sie verkörpern die heutige, die zweite Lisa. DuaLisa hat sich auf den Weg gemacht.


Dr. Krystyna Kauffmann

Geboren in Graudenz an der Weichsel.
Lebt und arbeitet in Caputh am Schwielowsee.
Buchautorin, Kuratorin und Mitglied der
Deutschen Fotografischen Akademie.

Fotografie | Zeigt her Eure Hände

Zeigt her Eure Hände

DuaLisa ergreift die Chance, die Berufe zu erlernen, welche bis dato den Männern vorbehalten waren. Ihre Hände senden ihr aus der umgebenden Welt tausende Informationen, welche sie akzeptieren oder verwerfen kann.
Zwischen ihr, dem Subjekt und dem erfassten, berührten Objekt, entsteht eine Verbindung. Sie bilden eine Einheit und um eine Gleichstellung gemeinsamer Interessen zu bewirken, ist ihre Empathie für das Objekt unentbehrlich.
Denn dann werden die von ihr favorisierten Eigenschaften des Objektes in das Netzwerk ihres Gehirns eingespeichert. Über das Objekt hinaus erlernt DuaLisa neue Zusammenhänge zwischen ihr und der sie umgebenden Welt.
Ihre Hände werden zu den unentbehrlichen Helfern ihres Selbstbewusstseins.

Klaus Brenneisen

1950 in Berlin geboren,
lebt und arbeitet in Schönwalde-Glien.
Einzel-und Gruppenausstellungen,
u.a. in Petzow, Schönwalde und Berlin.

Fotografie | Die doppelte Lisa

Fotografie | Doppelung

Una Lisa. Due Lisa. Dualisa.

Die doppelte Lisa. Lisa mal zwei, Lisa hoch zwei. Große und kleine Schwester. Zwillingsschwestern. Mutter und Tochter. Großmutter und Enkeltochter. Wie verhalten sie sich zueinander? Was gibt es zu entdecken? Vertrautes? Fremdes?
Auf meine fotografi sche Art und Weise versuche ich, Antworten darauf zu finden, zu geben.
Lisa – der Name steht für das Weibliche schlechthin. Lisa, der Name, von dem es – zumindest im Deutschen - keine männliche Form gibt. Monalisa – der Mythos, der sich um Leonardos Porträt gebildet hat. Geheimnisvolles Lächeln.
Rätselhaft der Ausdruck. Ist sie weiblich? Oder ist es doch eher eine vage, androgyne Unbestimmtheit?

Ellen Ernst

Geboren 1953 in Berlin,
lebt und arbeitet in Berlin
Diverse Zeichen- und Malstudien u.a. bei Andreas
Hartmann und Heino Göb, sonst Autodidaktin
Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in
Berlin und dem Umland

Nimm das Goldene | Acryl a. Lwd.

Mittendrin | Acryl a. Lwd.

Begegnungen | Acryl a. Lwd.

Copyright für Texte, Werkabbildungen, Fotos bei den Künstlern

Weiterführende Links:

Ellen Ernst





Sonntag, 31. Mai 2015

Dua Lisa

Review auf eine Ausstellung | Teil 1


Die moderne duale Lisa. Fremdbestimmt, missbraucht, unterdrückt?
Die Dualität des Ja und Nein. Sie malt Ihren Protest auf die nackte Brust
und schreit Ihn heraus. Sie wird zur Chefin der Generäle und gestaltet
die Armee familienfreundlich.

Die duale Lisa steht am Wendepunkt zwischen archaischer Unterdrückung und der Eroberung immer größerer Gestaltungsräume.
Immer mehr ehemals männliche Domänen fallen, Männlichkeit ist elementar verunsichert, Rollensysteme passen schon lange nicht mehr.

Welcher Teil des Traums wird die Wirklichkeit?


Wie wird Lisas Welt?

Sieben Künstler nähern sich diesem so umrissenen Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ihre jeweiligen künstlerischen Ansätze haben sie versucht konzentriert in ca. 100 Worten zusammenzufassen.

Die Ausstellung fand vom 14.09.2014 bis 12.10.2014 in der Schinkelkirche in Petzow/Werder statt.

AUSSTELLENDE KÜNSTLER

Klaus Brenneisen
DEJO Denzer
Ellen Ernst
Krystyna Kauffmann
Dietmar Steinkamp
Fred Tille
Gabriele Tille-Tagge





Gabriele Tille-Tagge

Geboren in Berlin-Wedding.
Lebt und arbeitet in Berlin und Angermünde.
Beschäftigt sich v.a. mit street photographics
und sozialkritischer Fotografie.
Hat als ihr Hauptthema den benachteiligten
Menschen in einer Zeit der postmodernen Unverbindlichkeiten
und Beliebigkeiten.
Ausstellungen in Berlin und Brandenburg.

Gabriele Tille-Tagge | Zyklus bestehend aus fünf großformatigen Fotografien (nichtinszenierte
Portraitaufnahmen), die im Rahmen der Feierlichkeiten im südfranzösischen Saintes
Maries de la Mer im Mai 2013 entstanden sind.

Im südfranzösischen Saintes Maries de la Mer ehren Roma alljährlich die heilige Sarah, ihre Schutzpatronin.


Das Anliegen der Fotografien soll sein, einerseits Romni in Sonntagsstaat und Feiertagslaune fotografisch darzustellen, andererseits darauf hinzuweisen, wie groß die Diskrepanz zum Alltagsleben der Romni ist und wie diese Frauen, die neuen Lisas, begonnen haben sich zu organisieren und ihre Forderungen zu formulieren.

Roma Frauen:
verfolgt – verfemt – ausgegrenzt

Die Situation der Roma Frauen ist in Vergangenheit und Gegenwart geprägt von Stigmatisierung und Vorurteilen. Antiziganismus und Negativzuschreibungen sind in der Mehrheitsgesellschaft noch immer tief verankert.
Dabei fungieren die Frauen als Essenz alles Zigeunerischen. Doch vor allem die jungen Romni wehrten sich. Sie haben ein Netzwerk etabliert, das besonders die Zustände in Osteuropa, die längst faschistoide Züge angenommen haben,
anprangert. Roma Frauen engagieren sich inzwischen mehr und mehr für gleichen Zugang zu Bildung, gegen Diskriminierung, für gleiche Rechte und gleiche Chancen. Auch hier haben sich Frauen, die neuen Lisas, auf den Weg gemacht, um alte Klischees abzustreifen und für gesellschaftliche Anerkennung zu kämpfen.

Dietmar Steinkamp

1961 in Osnabrück geboren.
Lebt und arbeitet in Schönwalde-Glien.
Absolvent der HdK Berlin, Senior Art Director.
Ölmalerei, Grafik, Electronic & Fractal Arts.
Seit 1980 Ausstellungen in ganz Deutschland.

Dietmar Steinkamp | Triptychon | DuaLisa

DuaLisa, die junge Frau von heute.
Mens sana in corpore sano?

Das Triptychon ist meiner Freundin Lisa gewidmet, die für mich in meine Metapher der modernen Frau geschlüpft ist: die DuaLisa. Wohl noch nie war es Frauen möglich, so selbstbestimmt zu leben wie im heutigen Europa.
Doch unter der Oberfl äche lauern Zwänge, die dem Individuum oft die Zügel aus der Hand nehmen. Dawkins spricht von Genen und Memen, oder einfacher: von Körper und Geist. Die enorme mediale Vernetzung stellt DuaLisa
ständig auf die Bühne. Ihr Körper als Werk komplexester genetischer Information steht unter dem Druck permanenter Vergleiche. Viele zerbrechen am Schönheitsdiktat. Anpassungsdruck regiert auch Gedankenwelten.
Mobile Erreichbarkeit verführt zur Non-stop-Kommunikation. Die Gedanken sind frei? „Falsche“ Meinungen verglühen im Shitstorm.

DEJO Denzer

1957 in Ratingen geboren,
lebt und arbeitet
in Schönwalde-Glien.
Kunstausstellungen europaweit
seit über 35 Jahren.

Dejo Denzer | Materialcollage | Detailansicht 

Dejo Denzer | Materialcollage  | Gesamtansicht DuaLisaten


DuaLisaten

DuaLisa, mit „Lisa“ als Verkörperung der Weiblichkeit, was die Begriffe Fruchtbarkeit und Fürsorge aber auch Verlockung und Verführung impliziert. Es ist die belebte Biosphäre als der eine Teil der Welt, die in Dualität mit der unbelebten Materie existiert, von der sie abhängig ist.
Das Lebendige schafft mit dem Mittel der unbelebten Kunst, symbolisiert durch das Gemälde Mona Lisa, lebendige Abbilder von Realitäten, Wunschvorstellungen und Mysterien und gibt Raum für Interpretationen, Projektionen
und Phantasien. Diese beiden Kräfte, unbelebt und belebt, Kunst und Realität, Fruchtbarkeit und Tod werden gegenübergestellt, wobei die Bildträger diese Dualität aufgreifen. Lebendiges Holz steht neben Metall und Glas.

Copyright für Texte, Werkabbildungen, Fotos bei den Künstlern

Weiterführende Links:

Gabriele Tille-Tagge

Dietmar Steinkamp

Dejo Denzer



Dienstag, 31. März 2015

Berlin - Metropolis | Zwei Stadtvisionen im Modell

Fritz Langs Film Metropolis ist der ultimative Großstadtfilm und ein Meilenstein der Filmgeschichte.
Im Mittelpunkt steht eine utopische Stadt – Metropolis –, in der Kapitalisten und Proletarier scharf voneinander getrennte Klassen bilden. Während die Privilegierten sich die Zeit in Gärten und Amüsiervierteln vertreiben, schuften die Arbeiter unter der Erdoberfläche bis zur Erschöpfung an Maschinen, die für das Funktionieren der Versorgungssysteme der gigantischen Stadt Metropolis notwendig sind. Düstere Katakomben und ewige Gärten.
Fritz Lang hat ein Werk mit Wiedererkennungswert geschaffen, das verschiedene Seiten des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit berührte. Seine Visualisierungen der "Stadt der Zukunft" sind in der Welt des Kinos stilbildend geworden.
Der visionäre Film stellt Fragen zu den Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens, zu Segen und Fluch technologischer Entwicklungen.

Es ist aber auch der Film, der mehr als jeder andere von den Erfahrungen der noch jungen Großstadt Berlin in den zwanziger Jahren lebt. Die Entstehungsgeschichte und Rezeption des Films ist aufs Engste mit Berlin verbunden, und Metropolis wirkt bis heute in die Filmstadt Berlin hinein. In der neuen Serie Berlin-Metropolis werde ich dieses besondere Verhältnis aufgreifen und Spuren von Metropolis im heutigen Berlin versuchen aufzufinden. Darüberhinaus möchte ich die künstlerischen Spiegelbilder der Metropole Berlin von den damaligen nicht nur goldenen 20er Jahren bis zur Gegenwart reflektieren. Nicht zuletzt haben mich u.a. die technologiekritischen und zukunftsphilosophischen Implikationen von Metropolis zu dem Titel meines KunstBlogs MetropolisBlues inspiriert.



Die Vision von Metropolis und das Berliner Hochhausfieber

Der Film besticht unter anderem durch seine grandiose Architektur. So ragen in der futuristischen Stadt Metropolis gewaltige Glastürme kühn in den Himmel, Luftschiffe durchfliegen die Schluchten der Stadt, endlose Schlangen von Autos ziehen über schwebende Brückenbauten dahin. Metropolis ist eine aus ineinander verschachtelten Hochhäusern bestehende Stadt, deren Architektur an damals in New York existierende Wolkenkratzer erinnert.
„Denn die Leidenschaft, mit der sich Fritz Lang und seine Filmarchitekten an die Konstruktion einer modernen Hochhausstadt machten, kam nicht von ungefähr. 1921 hatte in Berlin ein Wettbewerb für die Bebauung des Geländes nördlich des Bahnhofs Friedrichstraße stattgefunden. Alles, was in der zeitgenössischen Architekturszene Rang und Namen besaß, von Hans Poelzig über Hans Scharoun bis Mies van der Rohe, hatte sich beteiligt: Über 140 Einsendungen verzeichnet die „Turmhaus Aktiengesellschaft“, die den Wettbewerb ausgelobt hatte. Ganz Berlin diskutierte über die Entwürfe, Zeitgenossen sprachen 1921 von einem regelrechten <Hochhausfieber>.“ (Quelle: Der Tagesspiegel, 31.03.2004).
Auch der architekturbegeisterte Fritz Lang wird sicherlich diese Diskussionen verfolgt haben, denn viele Details in den Metropolis-Vorzeichnungen zum Film erinnern an die Entwürfe des damaligen Architekturwettbewerbs vor allem auch an das Hochhaus von Mies van der Rohe. Den eigentlichen Anstoß für die Stadtvision Metropolis jedoch gab ein Besuch des Regisseurs in New York.
Zu den Inspirationsquellen seines Filmprojekts befragt, erinnerte sich Lang: „Ich sah eine Straße, durch Neonlampen taghell beleuchtet, und, alles überragend, ständig wechselnde, an- und ausgehende, spiralförmige, riesige Leuchtreklamen. Für einen Europäer war das damals völlig neu und märchenhaft. Dieser Eindruck gab mir die erste Ahnung von einer Stadt der Zukunft.“ Die Vision von Metropolis war geboren. Sie ist bis heute gültig, in fast jedem Science-Fiction-Film: überall erkennt man die Hochhausstadt Metropolis wieder. Das kommt daher, weil bei Lang Bauten und Maschinen mehr als nur Kulisse sind, sie sind mit charakterähnlichen Eigenschaften versehene Bedeutungsträger.  

Metropolis war nicht nur ein Meilenstein der Filmgeschichte, sondern auch ein Meilenstein der Special-Effects-Geschichte . In Zeiten digitaler Tricks kommt das Handwerk des Modellbaus in der heutigen Zeit immer seltener bei der Filmproduktion zur Anwendung. Die Hochhausbauten von Gotham City einer aktuellen amerikanischen TV-Serie, in der der Zuschauer in eine faszinierend düstere Welt eintaucht, gibt es jedoch noch die selten angewendete , quasi analoge Modellbautechnik. Die legendäre Vision von Metropolis ist bis heute in fast jedem Science-Fiction-Film gültig. Seien es die fliegenden Taxis, die Luc Besson in „The Fifth Element“ oder die finstere Stadtvision von „Blade Runner.“ Als filmisches Zitat erkennt man überall die Hochhausstadt Metropolis wieder.
Quelle: Wikipedia/Foto:vagueonthehow - CC BY 2.0


Zwei Stadtvisionen im Modell


„Also sprach Lang:´Lasset uns einen Turm der Technik bauen, dessen Spitze bis an die Sterne reiche, an die Spitze aber wollen wir setzen: Groß ist der Film (...) und groß sind die Menschen, die ihn gebaut und gedreht haben!“ (Quelle: „Licht-Bild-Bühne“ anläßlich der Filmpremiere 1927).
Bevor der erste Filmmeter belichtet war, ließ Fritz Lang Metropolis als tischhohe Miniaturstadt bauen. Aus urheberrechtlichen Gründen kann ich die Aufnahmen, die das Miniaturmodell der Stadt mit dem Turm von Babel zeigt, leider nur über einen Link darstellen. Die Originalzeichnungen können im Filmmuseum Berlin, Deutsche Kinemathek, betrachtet werden. An der Aufnahme ist sehr gut zu sehen, wie erfolgreich und detailgetreu die Entwürfe umgesetzt worden sind. Einer der Filmarchitekten, Erich Kettelhut, beschrieb diese filmvorbereitenden Arbeiten folgendermaßen:
„Im kleinen Glashaus wuchs indessen das Modell der Hauptstraße von Metropolis seiner Vollendung entgegen. Die Modellbauer bastelten an den Drahtseilen, die außerhalb des Bildes in der gleichen fallenden Schräge gespannt werden mußten, wie sie kleine Modellflugzeuge für ihre perspektivischen Flugrouten brauchten.“ Und der Chefarchitekt Otto Hunte führt weiter aus: „Die meiste Zeit und Mühe hat die Anlage der Hauptverkehrsstrasse von ´Metropolis` gekostet, an deren Ende sich der neue Turm zu Babel erhebt, der 500 Meter hoch gedacht war. Ich mußte ein Miniaturmodell verwenden und den Riesenverkehr, der sich auf dieser Straße abspielt, tricktechnisch darstellen(...) Sechs Wochen fast hat diese Arbeit gedauert, und ihr Resultat flitzt in zweimal sechs Sekunden vor den Augen des Zuschauers vorbei.“


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Metropolis war deutscher Filmtrick auf dem Höhepunkt. Entwurf und Gestaltung der Bauten für die utopische Filmstadt erfolgte durch die Filmarchitekten Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht und Walter Schultze-Mittendorf.

Modellansicht mit Renzo Piano Tower (links) und Kollhoff-Tower (rechts). Architekturmodelle sind maßstäbliche, räumliche Anschauungsmodelle, um geplante Gebäude anschaulich und repräsentativ darzustellen. Durch den Bau derartiger Modelle lässt sich bereits vor der endgültigen Ausführung von Gebäuden ihre äußere Wirkung vor allem im Bezug auf bereits in der Umgebung vorhandene Bebauung erkennen.

Metropolis ist aber auch der Film, der nicht nur durch grandiose Modell- und Tricktechnik glänzt, sondern der mehr als jeder andere von den Erfahrungen der noch jungen Großstadt Berlin in den zwanziger Jahren lebt. Und weil Miniaturmodelle aber nicht nur im Film, sondern auch in der Architektur zum Einsatz kommen, möchte ich an dieser Stelle dem Film ein zweites Miniaturmodell mit einer echten Hochhauskulisse von ähnlich prägender Bedeutung gegenüberstellen; die Modellansicht vom Potsdamer Platz in Berlin. Der italienische Architekt Renzo Piano, der durch Gebäude wie das Centre Pompidou in Paris oder das New York Times Building Architekturgeschichte schrieb, entwickelte den Masterplan für das gesamte Quartier Potsdamer Platz. Hierbei ergeben sich beim Filmemacher und beim Architekten erstaunliche Parallelen in der Herangehensweise und den Inspirationswegen. Ähnlich wie Lang vor Beginn der eigentlichen Dreharbeiten durch den emotionalen Eindruck von der New Yorker Skyline beeinflusst wurde, formulierte der Stararchitekt Renzo Piano seine Planungsvision so: „Bevor ein Architekt den Zeichenstift in die Hand nimmt, muss er den Ort besichtigen, nachdenken und zuhören. Alle Orte sprechen in gewisser Weise, und man muss so lange warten, bis man auch die leisesten Stimmen verstanden hat.“ Auf der Grundlage seiner Ideen haben internationale Stararchitekten wie Hans Kollhoff und Richard Rogers eindrucksvolle Gebäude entwickelt, die zu Meilensteinen der deutschen Hauptstadt auf dem Weg ins 21. Jahrhundert wurden. Der Architekt Hans Kollhoff hat mit seinem markanten Gebäude mit seiner prägnanten roten Torfbrandklinker-Fassade seine Vision eines transatlantischen Brückenschlags verwirklicht, die sich in ihrer Formensprache deutlich an amerikanischen Skyscrapern des Art déco orientiert. In der Haupthalle der Potsdamer Platz Arkaden steht eine vom Publikum gut besuchte Glasvitrine, die ein Architekturmodell dieses neuen Potsdamer Platzes enthält.

v.l.n.r. Haupthalle der Potsdamer Platz Arkaden, Glasvitrine mit interessierten Besuchern, Vitrine mit Architekturmodell


Spuren von Metropolis im heutigen Berlin


In den zwanziger Jahren war der Potsdamer Platz Drehscheibe für Verkehr, Großstadtleben, Vergnügen. Hier kreuzten sich fünf der belebtesten Straßen Berlins. 1925 überquerten stündlich 600 Straßenbahnen den Platz. Sein Wahrzeichen war der in der Platzmitte stehende Verkehrsturm mit
Normalzeituhr, von dessen Höhe ein Polizist den Verkehr regelte. 1924 wurde hier auch die erste Ampelanlage  in Deutschland errichtet. Europas größtes Restaurant und Varieté, das ‚Haus Vaterland’ sowie das renommierte Hotel Esplanade waren internationale Treffpunkte.

Historische Ansicht / Potsdamer Platz, 1914: Links das Grand-Hotel Bellevue, rechts das Palast Hotel | Quelle: Wikipedia/Foto: Bundesarchiv, Bild 183-R52689 / CC BY-SA 3.0 de /Es wurden keine Änderungen vorgenommen (Originalbild).


An diesen speziellen historischen Charakter wollten die Planer des heutigen Potsdamer Platzes bewusst anknüpfen. Es ist ihnen gelungen, den alten Mythos des Standortes, der bereits vor dem 2. Weltkrieg einer der belebtesten Plätze Europas war, wiederauferstehen zu lassen. Durch seinen einzigartigen Mix aus Entertainment, Kunst, Shopping, Restaurants und Geschichte bietet das Quartier Potsdamer Platz ein besonderes Flair. Der historische Straßenverlauf ist bis heute erhalten geblieben und wurde mit seinere teilweise sehr engen Straßenführung zum Markenzeichen des neuen Stadtzentrums.
Als man begann, den Potsdamer Platz in seiner jetzigen Form unter Beteiligung namhafter international renommierter Architekten zu entwickeln, war das Gelände eine von der Berliner Mauer geteilte Brachfläche. Heute ist ein neues Zentrum mit zahlreichen Bürotürmen, Wohnungen, Kulturinstituten, Hotels und Geschäften entstanden. Das Herzstück bildet ein Ensemble aus sieben Gebäuden, die zusammen ein spitzes Dreieck als Eingangstor zum Platz bilden. Es gibt mehrere Luxushotels, ein Musical-Theater, eine Spielbank und ein Varieté. 

Das spitze Dreieck als Eingangstor zum Platz


Sehr beliebt ist auch die Piazza im benachbarten Sony Center, das im engeren Sinne nicht zu dem hier beschriebenen Quartier gehört. Das zentrale Forum ist durch ein zeltartiges, ovales Dach wettergeschützt. Die Stahlkonstruktion, eine Meisterleistung des Architekten Helmut Jahn, schwebt wie ein riesiger Regenschirm über den Köpfen der Besucher. Nachts erstrahlt das Gebilde in bunten Bonbonfarben. Damit ist es zu einem weiteren Wahrzeichen des Potsdamer Platzes geworden. Heute ist der neue Potsdamer Platz eine echte innerstädtische Mitte, die von den Berlinern und den Besuchern der Stadt angenommen wurde. Über 100.000 Menschen besuchen täglich den Potsdamer Platz.
Am Potsdamer Platz hat auch die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen ihren Standort. Im Mittelpunkt der Ständigen Ausstellung stehen die beiden Leitmedien Film und Fernsehen, von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Selbstverständlich gibt es dort auch einen Ausstellungsbereich zum Film METROPOLIS. Hier schließt sich wieder der Kreis zwischen METROPOLIS und BERLIN.

v.l.n.r. Renzo Piano Tower im Vordergrund, Blick auf beide Türme, Kollhoff-Tower-Seitenansicht

v.l.n.r. Gesamtansicht des Quartiers, Blick vom Landwehrkanal-im Vordergrund das ehemalige Debis Haus, Seitenblick auf die Potsdamer Platz Arkaden

Fotos/Illustrationen, wenn nicht besonders gekennzeichnet: Fred Tille

Weiterführende Links: